lesen.zuschauen.mitmachen.
Top

Filmriss - Die “schöne Leiche” der Internationalen Film-Union

April 11, 2010 von admin 

FilmrissZu einer experimentellen Foto-Ausstellung mit dem Titel “Filmriss”,  die nur für einen Abend in einer leer stehenden Südstadtwohnung zu  sehen ist, laden der Bonner Fotograf Volker Lannert und der Bonner  Kurator Jörn Borchert ein.

Abb.: Screenshot von der Website des Fotografen Volker Lannert

Zu sehen ist eine künstlerische Bild- Dokumentation von den Überresten der Internationalen Film-Union, eines einst renommierten Synchronisationsstudios nahe Remagen mit angeschlossenem Kopierwerk. Noch Jahrzehnte nach Einstellung des Produktionsbetriebs lagerten in den Studioräumen Filmrollen, Drehbücher, Projektoren und Geschäftskorrespondenz – unberührt und für die Öffentlichkeit verschlossen.

Einige Archivalien und technische Objekte wurden noch vom Deutschen Filminstitut (DIF)/Frankfurt am Main gesichert, bevor das Tonstudio im Herbst 2009 abgerissen wurde. In Volker Lannerts atmosphärisch dichten Aufnahmen spiegelt sich die schicksalhafte Vergangenheit der IFU; die stehengebliebene Zeit im Calmuth-Tal zwischen Remagen und Oberwinter.

Die Ausstellung ist gleichzeitig eine Dokumentation des „Lebensabends“ der IFU und ihres Todes. Eine schöne Leiche, die Lannert und Borchert dort gefunden haben.

Die Ausstellung mit dem Titel „Filmriss“ findet am Sonntag, 11. April, in der Kaiserstraße 117, im 1. Stockwerk statt. Beginn ist um 17 Uhr, Ende offen, der Eintritt ist frei! Ein Einblick in die IFU-Fotografien von Volker Lannert.

Hintergrund zur IFU:
In den Räumen der Internationalen Film-Union GmbH Remagen (IFU) im Calmuth-Tal gaben sich einst Stars der Nachkriegszeit die Klinke in die Hand. Bis in die siebziger Jahre wurden dort Filme produziert, vertont und synchronisiert. Romy Schneider, Hildegard Knef arbeiteten dort, Fernandel als Don Camillo bekam dort seine deutsche Stimme. Viele Dick-und-Doof Filme wurden dort ebenfalls eingedeutscht. Nicht nur nebenbei produzierte man auf der Calmuth bis in die 80er Jahre die bekannte Filmwochenschau „Blick in die Welt“. Nach mehreren Besitzerwechseln musste die IFU 1996 für immer die Tore schließen – und blieb jahrelang der Öffentlichkeit verschlossen.

Als Lesezeichen anlegen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • Linkarchiv
  • LinkedIn
  • Tausendreporter
  • Wikio
  • YahooMyWeb
  • Bloglines
  • Facebook
  • Linkarena
  • Technorati
  • Webbrille
  • Wikio DE
  • TwitThis

Kommentare

Ein Kommentar zu “Filmriss - Die “schöne Leiche” der Internationalen Film-Union”

  1. Joern Borchert am April 12th, 2010 01:29

    Herzlichen Dank für die Ankündigung der Ausstellung von Volker Lannert.

    Sicher haben auch sie dazu beigetragen, dass sie ein Erfolg wurde. Wir Macher waren mehr als überrascht, dass es möglich ist, innerhalb von drei Tagen eine Ausstellung auf die Beine zu stellen, die von knapp 200 Besuchern an einem einzigen Abend besucht wurde. Noch dazu von Besuchern, die offenbar sehr viel Freude hatten.

    Die überaus positive Resonanz hat uns dazu angeregt, das Projekt weiter fortführen zu wollen. In Bonn, Remagen oder andernorts. Das nächste Mal in jedem Fall mit noch mehr Informationen zur Internationalen Film-Union - und vielleicht auch anderen Fotos von Volker Lannert. >>>http://www.vlannert.de/

    Herzlichen Dank an die Redaktion und alle Besucher, die uns einen so wundervollen Abend bereitet haben.

    Wir halten Sie auf dem Laufenden….





Gerne können Sie hier Ihren Kommentar hinterlassen...
und wenn Sie zusätzlich ein kleines Bild von sich zeigen möchten, nutzen Sie dafür einen Gravatar.
HINWEIS: Jeder neue Kommentar wird vor der Freigabe durch einen Moderator geprüft! Bitte geben Sie Ihren Namen und eine gültige Mailadresse an.

Bottom