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Großbrand bei ABB - Unglück beim Test eines Transformators - Hervorragende Arbeit der Rettungskräfte verhindert Schlimmeres

November 20, 2009 von admin 

ABB in Bad Honnef Riesige stinkende Rauchwolken zogen am Nachmittag über Bad Honnef, den Rhein und das Siebengebirge. Im ABB-Transformatorenwerk war heute (20.11.) gegen 15.10 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr, Rettungskräfte, der Malteser Hilfsdienst und das Deutsche Rote Kreuz waren zum Großeinsatz vor Ort.

Foto/Quelle: ABB in Bad Honnef, “richtig positioniert ist, um komplexe Infrastrukturaufträge zu erhalten.”

Beim Test eines Transformators kam es zu einer Verpuffung und einem Großbrand, der sich schnell auf mehrere Werksgebäude ausbreitete. Der Feuerwehr stand zunächst zu wenige Wasserdruck für ihre Löscharbeiten zur Verfügung. Eine erhöhte Explosionsgefahr bestand zudem durch ein unterirdisches Kerosinlager in unmittelbarer Nähe des Feuers. Zuerst konnte auch nicht ausgeschlossen werden, dass beim Brand giftige Chemikalien freigesetzt wurden. Die Anwohner wurden daher über Lautsprecherwagen aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zur Sicherheit wurden die Bundesstraße 42 und der Zugverkehr vorübergehend gesperrt. Die Feuerwehr untersuchte die Luft nach Schadstoffen.

Die Polizei berichtete von einem Verletzten, der mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht wurde. Weitere Personen kamen zum Glück nicht unmittelbar zu Schaden. Nach Angaben des General-Anzeigers waren rund 200 Feuerwehrkräfte und Notärzte aus Königswinter, Bad Honnef und Rheinbreitbach im Einsatz. Die Bad Honnefer Bürgermeisterin Wally Feiden war vor Ort des Geschehens. Im März ‘09 freute man sich bei ABB noch über einen 300 Millionen Euro Auftrag aus Kuwait.

Die rund 200 ABB-Mitarbeiter, die nach der Explosion sofort von der werkseigenen Feuerwehr evakuiert wurden, kamen mit dem Schrecken davon. Keine Angaben gibt es zurzeit zum tatsächlichen Ausmaß der Zerstörungen. Allerdings soll die ABB-Werksleitung angekündigt haben, dass das Werk bereits am kommenden Montag wieder geöffnet werden soll.

Malteser und DRK gemeinsam im Einsatz

Der Bad Honnefer Malteser Hilfsdienst (MHD) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) waren ebenfalls beim Großeinsatz beteiligt. Kurz vor 16 Uhr erfolgte die Alarmierung der Katastrophenschutzeineit des Malteser Hilfsdienstes (MHD) Bad Honnef. Während die Feuerwehr mit Löscharbeiten beschäftigt war, errichteten Helfer der Malteser gemeinsam mit dem DRK zwei Verpflegungsstellen für die Wehrleute, um diese mit Essen und Getränken zu versorgen. Die Honnefer Malteser gehören zu einer Einsatzeinheit, die aus Sanitätern, Technikern und Betreuungshelfern besteht.

Mit insgesamt neun Helfern unter Leitung von Michael Palm (Leiter Notfallvorsorge) war der MHD an der Einsatzstelle. Auch der Leiter Einsatzdienste der Malteser im Rhein-Sieg-Kreis, Frank Meurer, nahm unterstützend an dem Einsatz teil. Weitere Malteser-Helfer hielten sich für eine eventuelle Ablösung zu später Stunde bereit, mussten aber nicht mehr ausrücken. Palm lobte die erneut gute Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen untereinander. “Das regelmäßige gemeinsame Üben zahlt sich eben aus.” Der Malteser-Einsatz endete gestern Abend gegen 21 Uhr.

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