Grün wirkt – Grüner Tee erobert die Schulmedizin
Mai 14, 2009 von admin
Knapp 150 Liter Kaffee trank jeder Deutsche im Durchschnitt im vergangenen Jahr. Der Boom der hippen Coffee-Shops mit Latte und Cappuccino ist besonders bei jungen Menschen ungebrochen. Doch daneben wächst die Zahl der überzeugten Teetrinker.
Foto: Grüner Tee stammt von den gleichen Teesträuchern wie der schwarze Darjeeling, durchläuft jedoch einen anderen Produktionsprozess. Er wird nicht fermentiert, also nicht durch Oxidation verändert. (c) Teekampagne
Neben dem gigantischen Kaffeeverbrauch, nehmen sich die 27 Liter Tee, die der Deutsche im vergangenen Jahr durchschnittlich trank, vergleichsweise gering aus. Doch die Tendenz ist steigend. Tee ist angesagt und viele schwören auf ihn. Schon lange gibt es ihn nicht nur in Bio- und Gesundheitsläden, sondern auch im Discounter nebenan.
Grün oder schwarz
Dass Tee in Deutschland immer beliebter wird und immer mehr Menschen auf ihn schwören, liegt nicht zuletzt auch an seiner gesundheitsfördernden Wirkung. Doch Tee ist nicht gleich Tee. Zwar stammen schwarzer und grüner Tee von den Blättern der gleichen Pflanze. Doch während beim schwarzen Tee die Blätter maschinell gerollt und aufgebrochen werden und es so zur Fermentation kommt, die für die dunkle Farbe und den spezifischen Geschmack verantwortlich ist, werden beim grünen Tee die Teeblätter ausschließlich getrocknet. Dadurch bleiben die sogenannten Polyphenole, denen man eine gesundheitsfördernde Wirkung zuschreibt, erhalten. Polyphenole kommen in Pflanzen als bioaktive Substanzen wie Farbstoffe, Geschmacksstoffe und Tannine vor. Einige Polyphenole wirken wie andere Antioxidantien unter anderem entzündungshemmend und krebsvorbeugend.
Photo: Paul Schilling schreibt für die FreieHONNEFER
Erhöhte Lebenserwartung
Bereits 2007 belegte eine erste große japanische Langzeitstudie die positive Wirkung des grünen Tees. 11 Jahre lang sammelten Forscher Daten von mehr als 40.000 Menschen zwischen 40 und 79 Jahren. Zu Beginn der Studie waren alle Teilnehmer gesund. Die Studie wies nach, dass mit einem erhöhten Konsum von grünem Tee die Lebenserwartung der Probanden stieg. Fünf Tassen pro Tag schlugen mit 16 Prozent geringerer Sterblichkeit zu Buche. Im Fall von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Todesfolge sogar um 26 Prozent. Teetrinkerinnen profitierten noch stärker: Ihre Herzinfarkt- und Schlaganfallquote sank um 31 Prozent.
Prävention, Selbstversuch und Heilwirkung
Eine Studie des Berliner Molekularmediziners Erich Wanker und seines Teams vom Max-Delbrück-Zentrum in Berlin hat nachgewiesen, dass die im grünen Tee enthaltene Substanz EGCG (das Antioxidans Epigallocatechingallat) offenbar den tödlichen Prozess der Plaquebildung bei Parkinson und Alzheimer umkehren kann. Erste Versuche im Reagenzglas und in Nervenzellmodellen waren erfolgreich.
Foto: „Es geht hier nicht um grünen Tee, sondern um eine definierte Substanz. Wo die herkommt, ist egal.“ Werner Hunstein
Aufsehen erregte der Fall des Hämatologen und emeritierten Direktors der Medizinischen Universitäts-Poliklinik Heidelberg, Werner Hunstein. Hunstein litt an einer Amyloidose. Bei dieser seltenen leukämieähnlichen Erkrankung stellen einige Blutzellen nur noch Teile von Antikörpern her, die dann im Blut zu Eiweißfäden verklumpen und sich in den Organen ablagern. Die Folgen sind lebensbedrohlich. Bei Werner Hunstein führten die verklumpten Eiweißfäden zum Anschwellen der Zunge, zu Nierenproblemen und zu einer bedrohlichen Verdickung der Herzscheidewand. Er litt unter massiver Atemnot.
Auf der Suche nach einer geeigneten und Erfolg versprechenden Behandlungsmethode unterzog er sich schließlich einer Chemo-Therapie. Nach knapp eineinhalb Jahren, dem Verlust seines Geschmacksinns, Depressionen und ständiger Müdigkeit bei gleichzeitigen Schlafstörungen, verordneten die Ärzte eine Therapie-Pause. Für Werner Hunstein war es ein Weg durch die Hölle, aber er überlebte und wollte die Therapie fortsetzen.
Zwei Liter Tee am Tag
Durch den Anruf eines ehemaligen Schülers, der als Hämatologe an der Berliner Charité arbeitete, erfuhr Hunstein zur gleichen Zeit von den Forschungsergebnissen Erich Wankers. Nach 16 Monaten Chemo-Therapie wollte der eingefleischte Schulmediziner nun nichts unversucht lassen. Warum, fragte er sich, sollte das, was im Max-Delbrück-Zentrum in Berlin im Reagenzglas funktionierte, nicht auch bei ihm Erfolg haben? Also machte er den Selbstversuch und begann über den Tag verteilt zwei Liter grünen Tee zu trinken, was bei zehn Gramm Teeblätter pro Liter 600 bis 800 Milligramm EGCG entspricht.
Bereits nach drei Wochen fühlte er sich besser. Hunsteins berufsbedingte Skepsis konnte den ersten positiven Messergebnissen nichts entgegensetzen. Die Schwellungen gingen zurück, die Zunge schwoll ab. Seine Beschwerden ließen von Monat zu Monat nach. Heute wird er nicht müde über die erfolgreiche therapeutische Wirkung des grünen Tees zu berichten. Die Ergebnisse des Molekularmediziners Erich Wanker sind inzwischen in “Nature” erschienen, dem renommiertesten Fachblatt der Naturwissenschaften.
Wissenschaftliches Interesse wächst
Allgemein nehmen Studien zur Wirkung des grünen Tees zu. Aktuell untersucht die Heidelberger Universitätsklinik, ob die Wirkstoffe des grünen Tees, die zu Hunsteins Heilung führten, auch bei anderen Probanden Eiweißablagerungen stoppen oder möglicherweise sogar auflösen können. Und auch an der Charité in Berlin läuft eine klinische Studie über die Wirkung von EGCG an Patienten, die an Multipler Sklerose leiden.
Präventive Wirkung wird dem grünen Tee auch beim Krebs zugeschrieben. Grund hierfür sind sowohl die Antioxidantien im Tee, die freie Radikale abfangen, schädliche Abbauprodukte an sich binden und sie so außer Gefecht setzen, als auch die enthaltenen Gerbstoffe.
Eine große schwedische Studie mit über 61.000 Teilnehmerinnen, die über 15 Jahre lang beobachtet wurden, legt nahe, dass der Konsum grünen Tees zudem das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken vermindert. Besonders das Epigallokatechingallat (EGCG) kann offenbar den körpereigenen Krebsschutz aktivieren: Es bringt ein Körperenzym zum Einsatz, das die krebserregenden Stoffe in den Zellen unschädlich macht. Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass grüner Tee auch gegen Brust-, Magen- und Darmkrebs helfen kann. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass er zu einer Reduktion des Östrogenspiegels führen kann.
Gesunder Trend
Foto: Grüner Tee, (cc) Wikimol
Dass Tee nun apothekenpflichtig wird, damit ist nicht zu rechnen. Tee ist kein Arzneimittel, unabhängig davon, dass er aufgrund seiner Inhaltsstoffe positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Immerhin: Was vor Jahren für viele Schulmediziner noch als undenkbar galt, ist mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen: Grüner Tee beugt ernsthaften Erkrankungen vor. Und zahlreiche Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass gute Chancen bestehen, die im grünen Tee enthaltenen Wirkstoffe auch bei bereits ausgebrochenen Erkrankungen therapeutisch zu nutzen.
Ob er dem Kaffee als des Deutschen liebsten Heißgetränks damit ernsthaft Konkurrenz machen kann, bleibt abzuwarten.
Beim wachsenden Gesundheitsbewusstsein jedenfalls liegt grüner Tee voll im Trend. – Paul Schilling























Mich hat diese Mitteilung sehr berührt und ich habe sie verfolgt, seitdem ich in Spiegel-online darüber gelesen habe. Herr Prof. Hunstein ist nämlich mein früherer Chef, der als Oberarzt in der Med.-Univ.-Klinik in Göttingen gearbeitet hat..
Ich war zu dieser Zeit seine Sekretärin. Es ist wunderbar, dass sein Gesundheitszustand sich gebessert hat.
Ich hoffe sehr, dass diese Besserung noch lange anhält!
Gruß Christine Bick
Mich hat diese Mitteilung auch sehr bewegt und ich bin sehr froh das die Natur so viele Möglichkeiten bietet zum Schutz vor schweren Erkrankungen, darüber hinaus bin ich als Teetrinker ein absoluter Liebhaber des grünen Tees, leider weiß ich erst über seine Wirkung seit zirka 3 Jahren, würde ich vorher über dieses Wissen verfügen hätte ich meine Mutter eventuell retten können die viel zu früh, im Alter von 56 Jahren an den Folgen von Brustkrebs verstorben ist. Wenn ich die wissenschaftlichen Studien über den grünen Tee lese ist mir bewusst das diese Wunder der Natur das Leben der Menschen retten kann im Beszug auf tödliche Krankheiten.
Ich wünschte das viele Menschen, oder besser alle Menschen über die Eigenschaften dieses Naturproduktes wüssten um somit ihren Körper zu schützen vor schlimmen Erkrankungen wie Krebs, oder Herz- Kreislauferkrankungen.
Ich möchte mich auf diese Weise bei Herrn Hunstein bedanken das er seine Geschichte publik gemacht hat und somit anderen Leuten die voller Vorurteile sind vermittelt wird welche Kräfte die Natur besitzt, ich bewundere den Mut des Herrn Hunstein, ich denke er ist ein wunderbarer Mensch und ich wünsche ihm noch viele gesunde Lebensjahre.
Gruß Norman Klein
Diese Mitteilung über das Ergebniss von Dr. Hunstein hat mich dazu bewogen, meiner todkranken Schwester, sie leidet an mehreren Rachentumoren und an Kehlkopfkrebs, jeden Tag frischen grünen Tee zu verabreichen. Es ist für sie in meinen Augen die letzte Hoffnung, da sie unheilbar krank ist. Heute, nach einer Woche bekam sie Hunger aut Himmbeermarmelade, Milch und einem süßen Brötchen. Sie hat nur sehr wenig gegessen, aber total genossen. Sie wird über eine Magensonde ernährt und kann nicht schlucken.Auch hat sie monatelang jede Nahrung über den Mund verweigert.
Wenn das ein Zeichen sein soll, dann wirkt grüner Tee auch bei anderen Tumoren, und wenn der Tee den Tumor nur aufhält zu wachsen, ist es ein himmlisches Ergebnis.
Wichtiger Hinweis der Redaktion:
Wir weisen darauf hin, dass die Einnahme von Grünem Tee natürlich nicht den Besuch beim qualifizierten Arzt ersetzen kann. Das gilt besonders bei so schweren Erkrankungen, wie im obigen Kommentar beschrieben. Hier ist eine intensive medizinische Diagnose und Betreuung notwendig. Grüner Tee ist kein Ersatz für eine professionelle medizinische Behandlung. Suchen Sie daher bitte auch immer einen (Fach-)Arzt Ihres Vertrauens auf.