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Leser-Standpunkt zu „Absage fürs Hüttenfest“

April 17, 2010 von admin 

Prof. Dr. MertenIm Rhein-Sieg-Kreis wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen. Die Besucher des Nasseplatzes des VVS stören offensichtlich Brut- und Aufzuchtzeit durch erteilte Auflagen nicht. Sie verhalten sich dadurch, im Rahmen der Naturschutzgebietsverordnung für das Siebengebirge, ordnungsgemäß.

Foto: Unser Leser Prof. Dr. Karlheinz Merten ist auch Sprecher der Bürgerinitiative Freies Siebengebirge

Ganz anders sieht das in Bad Honnef Selhof aus. Dort ist durch eine traditionelle Veranstaltung des Orts- und Verschönerungsvereins Selhof, der in der Vergangenheit mehr für den Naturschutz im Siebengebirge geleistet hat als das Amt für Natur- und Landschaftsschutz des Rhein–Sieg–Kreises, der Naturschutz erheblich gefährdet. Fraglich ist nur, ob dem Orts- und Verschönerungsverein nicht in gleicher Weise wie dem VVS Auflagen, die zur Beseitigung der Naturschutzbedenken führen, erteilt werden können.

Man muss sich auch fragen, ob der in der Presse angekündigte Tag der Biodiversität, bei dem einige hundert Bürgerinnen und Bürger mit Politikern durch das Siebengebirge wandern wollen, mit den Naturschutzüberlegungen der Landschaftsbehörde in Siegburg in Übereinstimmung zu bringen ist. Immerhin finden diese Veranstaltungen auch in der Brut- und Aufzuchtzeit statt.

Die Entscheidung des Rhein–Sieg–Kreises vermittelt den Eindruck, dass vor dem Gesetz alle gleich sind, aber manche, so der VVS und die wandernden Politiker sind offensichtlich gleicher. Mit pflichtmäßigem Ermessen lässt sich eine derartige Differenzierung nicht in Einklang bringen.

Sollte die Einsicht beim Rein-Sieg-Kreis nicht dennoch die Oberhand behalten und zu einer Genehmigung führen, dann kann man dem Orts- und Verschönerungsverein Selhof nur den Rat geben, für den 29.Mai 2010 beim Polizeipräsidenten in Bonn eine Versammlung, mit dem Titel “Gegen Naturschutzwillkür im Siebengebirge”, am Eifelblick anzuzeigen und durchzuführen.

Ich hoffe, mit vielen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Honnef, immer noch auf ein Einlenken der Landschaftsbehörde in Siegburg, denn durch derartige Verbote wird der Naturschutzgedanke nicht gefördert. - Prof. Dr. Karlheinz Merten

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