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Lesezeichen: Fluch über dem Stadion des 1.FC Köln – Auch Schamanin kann Niederlage nicht verhindern

April 19, 2009 von admin 

Hennes VIII.Eins vorweg: Ich verstehe nichts vom Fußball. Genauso wenig wie von Schamanen und Ziegen. Vielleicht ist es aber gerade diese Unkenntnis, um nicht zu sagen Ahnungslosigkeit, die mich in die Lage versetzt, mich dem merkwürdigen Beziehungsgeflecht zwischen Ballsport, Esoterik und dem Glauben an tierische Glücksbringer völlig unbefangen zu nähern.

Foto: Hennes VIII., das berühmte Maskottchen des 1. FC Köln (c) 1. FC Köln

Der Kölner ist heimatverbunden. Und was könnte seine Heimatverbundenheit besser zum Ausdruck bringen, als seine Liebe zum Karneval? Richtig: Sein Herz für den 1. FC Köln! Doch während die fünfte Jahreszeit ein echtes Kölner Erfolgsmodell ist, steht der FC seit Monaten ziemlich jämmerlich da. Seit November kein Heimsieg mehr. Die Geißböcke auf dem “Abstiegsplatz”? Das kratzt am Selbstbewusstsein.

Paul SchillingFoto: Paul Schilling schreibt für die FreieHONNEFER

Fußballexperten, Spieler, Manager und vor allem Fans streiten über die richtige Strategie. Vom „Fluch“ ist die Rede. Und so versuchte man vor dem Spiel gegen Stuttgart und nach sieben Niederlagen in Folge das böse Karma aus dem Stadion zu entfernen. Dazu machte sich Schamanin Ursula auf die Suche nach den „bösen Mächten“, die den Erfolg des FC im heimischen Stadion bislang verhindert haben. Und tatsächlich spürte die Expertin für fußballenergetische Störungen sowohl im Gästeblock an der Nordtribüne, hinter beiden Toren und schließlich auch an Christoph Daums Trainerbank ganze Bündel negativer Energien auf. Doch damit nicht genug. Schamanin Ursula schlug ekstatisch die Trommel, tanzte wilde Figuren, erhob ihre Stimme und sang, auf dass die bösen Geister das Stadion verlassen. Manch einer mag sich an eine karnevalistische Lachnummer erinnert gefühlt haben. Aber ich habe mir sagen lassen, dass sowohl Fußball, als auch Karneval todernste Angelegenheiten seien.

Geholfen hat es jedenfalls nichts. Doch immerhin wissen die Spieler des FC jetzt, dass nicht sie, sondern Schamanin Ursula versagt hat. Die 0:3 Niederlage gegen den VfB Stuttgart sagt nichts über Trainer und Spieler aus! Sie ist vielmehr der Fluch, der nach wie vor über dem Stadion lastet und dessen Auflösung ganz offensichtlich einer ganzen Heerschar von Hexen bedarf.

Skeptiker mögen einwenden, dass ein Verein, der einen Ziegenbock zum Maskottchen hat, schwerlich „entflucht“ werden könne, dass vielmehr das Tier selbst Teil (oder Ursache?) des Fluchs sei. Diese Sichtweise wird durch eine Meldung aus Nigeria bekräftigt. Dort nämlich hat eine Bürgerwehr zwei Männer dabei überrascht, wie sie versuchten ein Auto zu stehlen. Während einer der Täter entkommen konnte, habe sich der andere in eine Ziege verwandelt, teilte ein Polizeisprecher mit. Das Tier wurde festgenommen, schweigt jedoch bislang zu den erhobenen Vorwürfen. Die Polizisten hoffen nun darauf, dass sich der Mann wieder zurückverwandelt. Bei der Aufklärung solcher Verbrechen winkt in Nigeria eine Belohnung.

Wir wissen nicht, wer der Kölner Geißbock in Wahrheit ist und mit welchem Fluch er belastet ist. Vielleicht hätte sich Schamanin Ursula doch besser direkt den Ziegenbock vorgenommen. Immerhin hat in Nigeria die Zeitung “Vanguard” die Verteidigung der Angeklagten übernommen und alle Ziegenrechtsorganisationen aufgerufen, eine Kaution für die Verdächtigte zu hinterlegen, um sie aus dem tierunwürdigen Gefängnis zu befreien. Denn die Haftanstalten in Nigeria sehen bislang keine gesonderten Zellen für Ziegen vor.

Eine Kaution zur Befreiung vom “Abstiegsplatz” für den FC Köln ist bislang weder erfunden noch hinterlegt worden. Das sieht nicht gut aus. – Paul Schilling

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Kommentare

Ein Kommentar zu “Lesezeichen: Fluch über dem Stadion des 1.FC Köln – Auch Schamanin kann Niederlage nicht verhindern”

  1. Jan Iversen am April 20th, 2009 07:15

    mmmhhh, der FC steht aber gar nicht auf einem Abstiegsplatz! Vielmehr hat er bis dato eine - gemessen an den Möglichkeiten - ganz hervorragende Saison gespielt!

    Achtung Satire. “Abstiegsplatz” in Anführungsstrichen. - Die Redaktion





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