Lesezeichen: Vor- und andere schwierige Sätze
Januar 1, 2009 von admin
Rückblick: Mit den guten Vorsätzen ist das so eine Sache. Sie sind einfach gefasst, vermitteln ein Gefühl von Zuversicht und Optimismus und eignen sich zudem hervorragend, um das neue Jahr zu beginnen. Ab morgen wird alles anders!
Abb.: 2009 wird das Jahr der Nichtraucher
Zum Jahresbeginn ist es dann so weit: der große Run auf die Fitness-Studios! Und manch einer stürmt dermaßen forsch und energiegeladen in die Muckibude, dass man meint, er könne vor lauter Kraft nicht mehr laufen.
Zu keiner anderen Zeit schwitzen dermaßen viele Menschen an Crosstrainern, Hantelbänken, Laufbändern, Bauch- und Rückentrainern wie unmittelbar nach den Weihnachtstagen und zum Jahresbeginn. Auch Yoga- und Pilates-Kurse, Lauf- und Walkingtreffs erfreuen sich großer Beliebtheit. Ab morgen wird alles anders! Nach dieser Devise stürzen sich Viele kopflos ins Verderben, um nach spätestens zwei, drei Monaten völlig erschöpft ihr vertrautes Dasein als Couch-Potato wieder aufzunehmen.
Bekanntlich ist ja der Weg zur Hölle mit Vorsätzen gepflastert. Der Himmel hingegen ist auf dem Sofa, gleich neben Chips, Bier und Fernbedienung! Oder doch nicht? Wenn Sie im neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören wollen, sind Sie in guter Gesellschaft. Auch Barack Obama will in Zukunft auf die Zigarette verzichten. Und wenn Sie sich vorgenommen haben sich gesünder zu ernähren, teilen Sie diesen Vorsatz immerhin mit gut 40 Prozent aller Deutschen. Einfacher wird es damit allerdings nicht. Vielleicht aber haben Sie sich, wie Britney Spears, nur vorgenommen nicht mehr an den Nägeln zu kauen, und stattdessen kochen zu lernen, wie Angelina Jolie. Sie wollen sich endlich mehr Zeit für Ihre Kinder nehmen, Ihren Partner, Ihren Garten, Ihren Hund oder für sich selber. Gut so. Sich mehr Zeit zu nehmen für die wichtigen Dinge im Leben, das ist im Grunde genommen ganz einfach.
Um es mit einem tschechischen Sprichwort zu sagen: „Was du heute nicht besorgen musst, das verschiebe auf morgen, so gewinnst du einen freien Tag.“
Vorsätze machen das Leben nur unnötig schwer. Ein Viertel aller Deutschen befällt eine akute innere Lähmung, wenn es darum geht unangenehme Dinge tun zu mĂĽssen: die Steuererklärung abzugeben, den Keller aufzuräumen, die Wohnung zu streichen … Der Fachmann hat hierfĂĽr das schöne Wort „Prokrastination“ gefunden, der Laie wĂĽrde es wohl eher Faulheit oder Bequemlichkeit nennen.
Prokrastinieren, also das Aufschieben unangenehmer Dinge, las ich neulich, sei eine wichtige Kulturleistung, eine Strategie, die das Handeln manchmal überflüssig macht. Man kennt das von den Dingen, die sich irgendwann von selbst erledigen. Manches lässt sich tatsächlich aussitzen. Ansprüche und Vorsätze hingegen weniger. Besonders dann nicht, wenn wir sie selber aufgestellt haben.
Nachsatz:
Wie auch immer Ihre Vorsätze fĂĽrs neue Jahr aussehen mögen … denken Sie dran: Wenn’s mit den Vorsätzen mal wieder nicht klappen sollte, seien Sie glĂĽcklich! Denn auch wenn Sie nicht glĂĽcklich sind, hat’s mit den Vorsätzen nicht geklappt. – Paul Schilling
Und wie lauten Ihre guten Vorsätze für das Neue Jahr?
Welches Laster wollen Sie aufgeben? Worauf wollen Sie sich 2009 besonders konzentrieren? Schreiben Sie uns Ihre Meinung doch als Kommentar oder eigenen Beitrag auf die redaktion@freiehonnefer.de























Und für den guten Vorsatz des Autors, in 2009 mit dem Rauchen aufzuhören, drückt der Herausgeber ganz feste die Daumen. Du schaffst das Paul!