Mach mit!
Top

Lesezeiten: “Kopf schlägt Kapital” - Neue Gründer braucht das Land, Teil 2

Februar 5, 2009 von admin 

Prof. Dr. Günther FaltinViele glauben zu wissen, wie es geht. Wenige tun es wirklich. Noch weniger sind damit erfolgreich. Etwas ist falsch an der Art, wie wir versuchen Unternehmen zu gründen. Dabei geht es auch ganz anders: Ein Ideen-Kunstwerk schaffen und das eigene Unternehmen aus vorhandenen, jedermann zugänglichen Komponenten zusammensetzen.

Foto: Prof. Günter Faltin, “Entrepreneure braucht das Land”

Trotz Wirtschaftskrise und Banken-Kollaps: Günter Faltin, Professor an der Universität Berlin und Autor des Buches “Kopf schlägt Kapital”, ist überzeugt: “Noch nie in der Geschichte waren die Voraussetzungen so günstig, war die Gründung eines Unternehmens so zugänglich für Normalmenschen wie heute. Eigenes unternehmerisches Handeln wird zur Perspektive für eine ganze Generation werden!”

Von einer Anfangsidee zu einem überzeugenden Ideenkonzept

Günter Faltin stellt die Idee und das Konzept in den Mittelpunkt eines erfolgreichen Entrepreneural Designs. Er kritisiert, dass der eigentlichen Idee in der praktischen Beratung von Gründern nur geringes Gewicht beigemessen wird. Dort vertrete man den Standpunkt, Ideen gäbe es wie Sand am Meer, was solle eine Idee also schon wert sein?
Nach Faltin entscheidet die Idee und vor allen Dingen das fertige Ideenkonzept über den Erfolg einer Unternehmensgründung! Dabei sei eine Idee nicht etwa ein nahe liegender Einfall. Vielmehr sei sie das Resultat eines keineswegs einfachen und nicht selten langwierigen Prozesses. Es gelte, ein regelrechtes Ideenkunstwerk zu schaffen.

In der Einfachheit liegt die höchste Vollendung
Leonardo da Vinci

Während Manager und Business Administratoren mit einem einzigen Unternehmen völlig ausgelastet und oft überlastet sind, gelingt es der Spezies der Mehrfachgründer, den Serial-Entrepreneurs, die hohe Belastung durch Delegation von sich abzuleiten. Diese konzentrieren sich auf das Entrepreneural Design, formulieren daraus Ziele und kontrollieren die Durchführung durch ihre Manager. Dabei gilt: Hohe Komplexität erhöht die Fehleranfälligkeit. “Das Nachdenken über die Möglichkeiten zur Komplexitätsreduktion erfordert eine enorme geistige und kreative Leistung. Erfolgreiche Gründer sind oft Jahre mit einer Idee ’schwanger gegangen’ oder haben enorm viel Zeit und Energie investiert.”

Aus vorhandenen Komponenten gründen, statt alles selbst aufzubauen

Die meisten Menschen stellen sich Unternehmen als handfeste Gebilde aus Gebäuden, Mitarbeitern, aus Arbeitsplätzen und Räumen vor. Die dortige Herstellung von Produkten und Dienstleistungen erfordert Organisation und Management.

Faltin nähert sich dem Thema “Unternehmen”, oder besser “Gründen”, ganz anders. Er zeigt eindrucksvoll, wie es heute gelingt aus vielen vorhandenen Komponenten, die es heute gibt, Neues zusammenzustellen. Wie Bausteine fügt der moderne Entrepreneur beispielsweise die Herstellung, den Versand und das Rechnungswesen zu einem neuen Konstrukt zusammen, welches er fortan nur koordiniert und kontrolliert. Für diese Bereiche Hochspezialisierte Unternehmen machen dies heute jedermann möglich. “Statt zum überarbeiteten Selbständigen macht ein solches Vorgehen Sie zum “powerful entrepreneur”. Es sind fast keine Investitionen nötig; Sie arbeiten hoch professionell und variable Kosten treten im Grundsatz nur auf, wenn auch wirklich Bestellungen eingehen.”

Gründungen mittels Komponenten verringern die Gründungsrisiken erheblich! Das Prinzip heißt: “Groß werden und dabei klein bleiben.” - Christian Preuß

Lesen Sie dazu bitte auch: “Kopf schlägt Kapital” - Neue Gründer braucht das Land, Teil 1

Kopf schlägt KapitalKopf schlägt Kapital - Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein, von Günter Faltin, Verlag HANSER, ISBN-10: 3446415645, EUR 19,90

Über den Autor:

Günter Faltin ist Professor an der Freien Universität Berlin und hat dort den Arbeitsbereich Entrepreneurship aufgebaut. Durch seine praktischen Erfahrungen in der Gründung von Unternehmen kann er den Bogen von der Theorie zur selbst gelebten Praxis schlagen. Mit der Idee der “Teekampagne” ist er seit 1995 Marktführer im Teeversandhandel in Deutschland. Faltin ist als Business Angel und Coach verschiedener Start-Ups tätig, errichtete 2001 die “Stiftung Entrepreneurship” und ist Initiator und Sponsor des Wiederaufforstungsprojekts des World Wide Fund for Nature (WWF) für Darjeeling/Indien.

Linktipp: www.entrepreneurship.de

Als Lesezeichen anlegen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • Linkarchiv
  • LinkedIn
  • Tausendreporter
  • Wikio
  • YahooMyWeb
  • Bloglines
  • Facebook
  • Linkarena
  • Technorati
  • Webbrille
  • Wikio DE

Kommentare

Ein Kommentar zu “Lesezeiten: “Kopf schlägt Kapital” - Neue Gründer braucht das Land, Teil 2”

  1. Florian Komm am Februar 2nd, 2010 17:05

    Für die mehr auditiv Veranlagten gibt es seit kurzem die Hörbuchversion von “Kopf schlägt Kapital”. Das Hörbuch ist ungekürzt und basiert auf der 6. Auflage der Druckausgabe. http://bit.ly/d1w7mp





Gerne können Sie hier Ihren Kommentar hinterlassen...
und wenn Sie zusätzlich ein kleines Bild von sich zeigen möchten, nutzen Sie dafür einen Gravatar.
HINWEIS: Jeder neue Kommentar wird vor der Freigabe durch einen Moderator geprüft! Bitte geben Sie Ihren Namen und eine gültige Mailadresse an.

Bottom