Villa Hammerschmidt öffnet ihre Türen - Villa und Park sind am 31. August zu besichtigen
August 27, 2008 von admin
Wie ein Staatsgast fühlen können sich Bürgerinnen und Bürger am 31. August. An diesem Sonntag öffnet der Bonner Amtssitz von Bundespräsident Horst Köhler von 10 bis 18 Uhr seine Türen. Besucherinnen und Besucher können an diesem Tag sowohl die Villa als auch den Park besichtigen.
In den Repräsentationsräumen im Erdgeschoss des spätklassizistischen Gebäudes können unter Anderem eine für ein Staatsbankett eingedeckte Tafel, Fotos von Staatsbesuchen und die seit 2007 bestehende Kunstausstattung besichtigt werden.
Im Park präsentiert sich die Bundespolizei mit einer Hundestaffel und einem Hubschrauber. Sachkundige Führer stehen für Fragen zur Verfügung. Für Kinderbetreuung, das leibliche Wohl und musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Letzter Einlass ist um 17 Uhr. Besucher benötigen für den Einlass einen Personalausweis. Da keine Parkplätze zur Verfügung stehen, sollten die Besucher öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Hinweis:
Alle Besucher benötigen für den Einlass einen Personalausweis.
Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.
Die Villa Hammerschmidt
Mitte des 19. Jahrhunderts galt Bonn als “Rheinische Riviera”. Attraktive Bauplätze am Rhein mit Aussicht auf die Landschaft des Rheintals und das Siebengebirge hatten Konjunktur. Zahlreiche Rheinvillen mit imposanten Gärten vorwiegend im landschaftlichen Stil wurden in dieser Zeit gebaut, so die Villa Hammerschmidt und das benachbarte Palais Schaumburg.
Bereits 1862/63 beauftragte der Kaufmann Albrecht Troost den Baumeister August Dieckhoff mit dem Bau einer Villa an dieser Stelle des Rheinufers. Leopold König, der “Zuckerkönig”, kaufte im Jahre 1867 das Anwesen und ließ die Villa durch Otto Penner im klassizistischen Stil ausbauen.
Der fünf Hektar große Landschaftspark wurde 1878 durch den Hamburger Gartendirektor F.J.C. Jürgen angelegt. Dass Leopold König keine Kosten scheute, belegt das Palmenhaus mit Glaskuppel - sowohl Kalt- als auch Warmhaus. Es hatte neben einem Billardsalon auch einen Muschelsaal mit einer Seiten - länge von über vierzig Metern. Die Ufermauern ließ er mit einer Nibelungengrotte schmücken. 1899 ging das Anwesen in den Besitz des Geheimen Kommerzienrates Rudolf Hammerschmidt über. Auch er hatte als Zuckerfabrikant Erfolg gehabt und machte die Villa zum gesellschaftlichen Mittelpunkt von Kultur und Wirtschaft.
Nachdem die Bundesrepublik Deutschland die Villa Hammerschmidt zum Amtssitz des Bundespräsidenten bestimmt hatte, wurde 1949 Hermann Mattern damit beauftragt, die Gärten der Villa Hammerschmidt und des Palais Schaumburg zu einem Park zusammenzufassen. Er gestaltete einen offenen Landschaftspark mit freischwingenden Wegen, großzügigen Rasenflächen und breiten Sichtachsen zum Rhein. Den vorhandenen alten Baumbestand ergänzte er durch teils seltene Nadelgehölze. Die von ihm bevorzugten Kiefern und Zedern geben dem Garten noch heute einen unverwechselbaren Charakter und den zeitgenössischen Plastiken von Heiliger, Marcks und Uhlmann einen Rahmen.
Villa Hammerschmidt
Adenauerallee 135
53113 Bonn























[...] am kommenden Sonntag in Bonn fühlen. Denn dort öffnet von 10.00 bis 18.00 Uhr die Villa Hammerschmidt, der Bonner Amtssitz von Bundespräsident Horst Köhler, seine Pforten. Also ab an die [...]