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Lesezeichen: Warum der Eyjafjallajökull wirklich ausbrach

April 19, 2010 von admin 

Bahn und VulkanWas hat die Deutsche Bahn mit dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull zu tun? Einiges deutet darauf hin, dass das Naturschauspiel inklusive Aschewolke, künstlich herbeigeführt worden ist, um den europäischen Flugverkehr gezielt lahmzulegen. Eine Spurensuche.

Abb: Der Vulkangletscher Eyjafjallajökull auf Island. Eine Wolke mit fatalen Folgen, nur nicht für die Deutsche Bahn … , Bildmontage der Redaktion aus einem Foto des Vulkans, Urheber Árni Friðriksson, lizensiert unter unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported und einem Foto von einem ICE der Deutschen Bahn, Urheber Sebastian Terfloth User:Sese_Ingolstadt, lizensiert unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 US-amerikanisch (nicht portiert)

Der Luftraum über fast ganz Europa ist gesperrt. Ein Desaster für die Fluggesellschaften. Allein den weltgrößten Reiseveranstalter Tui Travel haben die Flugausfälle wegen der Vulkanasche aus Island bereits einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Die Kosten für das Unternehmen belaufen sich nach Unternehmensangaben auf 5 bis 6 Millionen Pfund (5,7 bis 6,8 Mio Euro) - täglich. Bis Sonntagabend (18.4.2010) summierten sie sich auf etwa 20 Millionen Pfund (23,6 Mio. Euro).

Die Gewinne der Fluggesellschaften schmelzen dahin

Der Chef des internationalen Luftfahrtverbandes IATA, Giovanni Bisignani, nennt die Zahlen für die gesamte Branche: „Insgesamt erreichen die Verluste der Airlines wegen der anhaltenden Flugausfälle inzwischen über 180 Millionen Euro pro Tag.“ Finanzielle Hilfen sind nicht in Sicht. “Normalerweise sind die Fluglinien nicht gegen Ausfälle versichert”, sagte ein Sprecher des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück am Freitag. Dementsprechend müssten die Firmen Belastungen selbst tragen. Die langfristigen wirtschaftlichen Folgen sind noch nicht absehbar.

Paul SchillingFoto: Paul Schilling schreibt für Rhein-Onliner

Als erste Fluggesellschaft will die skandinavische SAS, die auch für Montag und Dienstag schon fast alle Flüge abgesagt hat, von Montag an 2.500 Beschäftigte in Norwegen ohne Lohn freistellen. Bei Air Berlin, Deutsche Lufthansa, Germanwings oder TUIFly ist Kurzarbeit hingegen noch kein Thema. Doch für die Aktienkurse der Fluggesellschaften ist das anhaltende Flugverbot Gift. Die Aktie der Lufthansa, die bereits am Freitag mehr als vier Prozent eingebüßt hatte, sackte im frühen Handel um weitere fünf Prozent auf 12,10 Euro ab. Mit jedem Tag, den die Flieger nicht in die Luft dürfen, schmilzt der Gewinn des Unternehmens dahin.

No Arrivals
Foto: Flughafen London Heathrow 16. April 2010 - Alle Maschinen bleiben am Boden, Urheber KTo288, lizensiert unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported

“Es rollt alles, was rollen kann” - Profiteure auf der Schiene

Doch nicht nur für die Fluggesellschaften, auch für die Fluggäste sind die Folgen des Vulkanausbruchs in Island ein Desaster. Immer noch sitzen mehrere 100.000 Personen fest. Wie viele Menschen insgesamt betroffen sind, lässt sich derzeit nur schätzen. Doch geht man von den rund 180.000 Passagieren aus, die allein am Londoner Flughafen Heathrow täglich abgefertigt werden, so muss mit einigen Millionen Betroffenen gerechnet werden.

Die Alternativen zum Flugzeug sind begrenzt: Auto, Bus oder Zug. Wer etwa für die 1.500 km lange Taxifahrt von Oslo nach Brüssel nicht unbedingt 3.800 Euro zahlen will, wird sich vermutlich ein Bahnticket kaufen. Neben den Taxi- und Mietwagenunternehmen, sind es besonders die Bahngesellschaften, die vom anhaltenden Flugverbot profitieren.
Erster Nutznießer ist zweifellos die Bahn. Das Unternehmen hat zusätzliche Züge und Mitarbeiter eingesetzt. “Es rollt alles, was rollen kann”, sagte ein Sprecher am vergangenen Wochenende. Die möglichen Mehreinnahmen wollte er zwar nicht beziffern. Experten rechnen allerdings mit einer Gewinnsteigerung von ca. 1 Millionen Euro pro Tag.

Handlungsbedarf nach Krisenjahr

Für den Nachfolger von DB-Chef Hartmut Mehdorn, Rüdiger Gruber, bestand seit seinem Antritt als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG im Mai 2009 dringender Handlungsbedarf. Denn 2009 war ein schwarzes Jahr für die Deutsche Bahn. Lag der Gewinn 2008 noch bei 1,32 Milliarden Euro, sank er im Krisenjahr um 37,2 Prozent auf gerade einmal 830 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag mit 1,7 Milliarden Euro um 0,8 Milliarden Euro niedriger als das des Jahres 2008 (minus 32 Prozent). Vor diesem Hintergrund wäre der noch von Hartmut Mehdorn anvisierte Börsengang nicht durchführbar gewesen.

Noch dramatischer waren die Verluste der französischen SNCF. Die Einnahmen verringerten sich um 980 Millionen Euro bei einem Umsatzverlust von 1,6 Milliarden Euro. Dennoch stellte SNCF-Chef Guillaume Pépy überraschend fest, dass im laufenden Geschäftsjahr keine weitere Verschlechterung zu erwarten sei.

Neben den Einbußen im Frachtverkehr sind es vor allem die sinkenden Flugpreise, die den Bahngesellschaften Kopfzerbrechen bereiten. Während immer mehr Menschen auf Billigflieger umsteigen – trotz deren negativer Ökobilanz, wie die Schienenanbieter nicht müde werden zu betonen – gelingt es der Bahn nicht, ihre Attraktivität zu erhöhen. Daran ändern auch die staatlichen Hilfen nichts, die der französische Staat in den Ausbau der Staatsbahn SNCF und ihren Hochgeschwindigkeitszug TGV steckt. Obgleich der Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM, Jean-Cyril Spinetta, darin eine klare Wettbewerbsverzerrung sieht.

Kein Naturereignis, sondern eine künstlich herbeigeführte Eruption

Nun sind Dokumente aufgetaucht, die belegen, dass bereits zu Zeiten Hartmut Mehdorns mit dem Projekt HAARP ein kontrollierter Vulkanausbruch in Island geplant war, dessen Ziel die Ausschaltung des europäischen Luftverkehrs und damit die Wiedergewinnung der Hoheit über den Personentransport durch den Schienenverkehr war. Im Anschluss daran wollte man, so legen die geheimen Dokumente nahe, die bankrotten Fluggesellschaften kaufen.

Im Projekt HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) wurden auf Grundlage der Tesla-Technologie (benannt nach dem kroatisch-amerikanischen Erfinder Nikola Tesla), sogenannte Earthquake Machines hergestellt, die künstliche Erdbeben hervorrufen. Diese Geräte kamen auch in Island zum Einsatz. Kein Naturereignis also, sondern eine künstlich herbeigeführte Eruption, die den Eyjafjallajökull ausbrechen ließ. Angeblich haben radikale Naturschützer, die sich bereits in der Vergangenheit für eine Einschränkung des Flugverkehrs eingesetzt haben, das Projekt unterstützt.

HAARP
Foto: Übersicht über die komplizierten HAARP Empfangsanlagen, Urheber HAARP auf Wikipedia, lizensiert unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported

Die Berechnungen der am HAARP-Projekt beteiligten Wissenschaftler erwiesen sich als richtig. Vor allem nämlich ging es bei dem künstlich herbeigeführten Vulkanausbruch um die Entstehung und Verbreitung einer Aschewolke, die die Flugzeuge auf den Boden zwingt.

Nach Meinung von Freysteinn Sigmundsson, einem Vulkanologen an der Universität in Reykjavik, ließ nicht nur das im Magma enthaltene Gas die Wolke in große Höhen steigen. Sobald das Gletschereis mit dem heißen Magma in Berührung kam, verdampfte es schlagartig. Diese Explosionen gaben den Lavapartikeln zusätzlichen Schub und ließen sie bis in die obere Troposphäre und damit in die Luftstraßen der Düsenflugzeuge steigen.

Lava-Gourmet-Gerichte am Eyjafjallajökull

Überraschenderweise fand das konspirative Projekt die Unterstützung der isländischen Regierung. Am Rande des Staatsbankrotts versprach man sich durch den Ausbruch des Vulkangletschers offenbar Besucher aus aller Welt. Und die Erwartungen wurden weit übertroffen. “Das ist die kleinste, aber auch die coolste Eruption, die ich je erlebt habe”, strahlt Benedikt Bragason, dessen Reisebüro dreimal täglich Gruppen von 20 bis 40 Touristen auf Motorschlitten zum Krater bringt. Eine Stunde hin, eine zurück, und eine Stunde Staunen und Fotografieren: macht läppische 345 Euro pro Person. Wie Spiegel-Online bereits Anfang April berichtete lockte der Vulkanausbruch schon in den ersten Tagen Tausende von Touristen nach Island – inklusive Lava Gourmet-Gerichte und Helikopterflüge.

Ausgang ungewiss

Nicht etwa Verkehrsminister Peter Ramsauer, sondern die Europäische Union machte nun Hilfszusagen für die Fluggesellschaften. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sagte bei einer Veranstaltung des European Policy Centre: “Wir schauen genau auf das, was wir nach 9/11 gemacht haben, das dient uns als Guideline.” Noch ist hingegen unklar, welche Maßnahmen die EU gegen die Verursacher des Vulkanausbruchs ergreifen werden. Zumal es bislang weder von der Bundesbahn, noch von der isländischen Regierung eine offizielle Stellungnahme zu den aufgetauchten Dokumenten gibt. Sollte sich deren Richtigkeit bestätigen, würde dieser perfide und beispiellose Fall eine völlig neue Qualität globaler Wirtschaftskriminalität darstellen. – Paul Schilling ;)

Linktipps:

Die Vulkanaschewolke und das Siebengebirge - strahlend blauer Himmel ohne Fluglärm

Eyjafjallajökull Vulkan - Die Natur zeigt uns Grenzen auf

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Kommentare

2 Kommentare zu “Lesezeichen: Warum der Eyjafjallajökull wirklich ausbrach”

  1. Bandhand am April 20th, 2010 14:56

    Die “aufgetauchten Dokumente” würde ich gern mal sehen, Ihr nicht?!

    Wo sollen sie aufgetaucht sein? In einem virtuellen Raum??!

  2. Paul Schilling am April 20th, 2010 18:18

    Die Dokumente sind naturgemäß so geheim, dass es sie gar nicht gibt!





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